Jetzt

Morgenrot und Sonnenaufgang –  Vogelgezwitscher – frische Energie – voller Saft und Kraft – kichern – lachen – loslegen – aus voller Kehle singen – Schlüsselblumen – unbändige Freude – mutig – das erste Müntschi…

das ist die eine Seite.

Frühlingsmüd – Berge von anstehender Arbeit – und sich doch nicht trauen – oder doch – aber… – vielleicht eher doch nicht – wieso immer ich und was denken die Andern – … 

das ist die andere Seite.

 

Ostara, die Frühjahrs-Tag- und-Nachtgleiche


Elster, flügge
Ostara-Skulptur
Höhe 250 cm
Sieben Teile und sieben Federn aus schamottierten Steinzeug aufgebaut, mit schwarzem Farbkörper und schwarzer Glasur, bzw. mit Porzellanengobe, weisser und transparenter Glasur dekoriert, bei 1280°C im Elektroofen gebrannt, durch alle Teile eine Metallstange zur Fixierung

Im Jahreskreis steht diese Figur bei der Frühlingstagundnachtgleiche, im Lebensrad bei der Pubertät – wie die flügge Elster: Schwarzweiss, laut, frech und wunderschön. Schon Mut haben und noch Schutz brauchen.

Hinein oder heraus
herein oder hinaus
heraus oder hinein
ja oder nein
gross oder klein
viel oder kein
haben oder sein
so oder so
oder so und so und so und so auch noch
oder weder noch

 

Balance

Im Jahresrad gibt es nur zwei Punkte, an denen der Tag und die Nacht gleich lang sind, ausgewogen, in Balance. Sonst herrscht immer ein mehr oder weniger grosses Ungleichgewicht.

Bei diesen zwei Balance-Punkten gibt’s aber einen wichtigen Unterschied:
Im Frühling bei der Tag- und Nachtgleiche gilt: So oder so. Entweder oder.
An der Tag- und Nachtgleiche im Herbst ist es so und so. Sowohl als auch.
Wenn an Ostara schwarz oder weiss gemalt wird, kennt Mabon Licht und Schatten.
Wenn’s an Ostara drunter und drüber geht, bleibt Mabon gelassen.
An Ostara geht’s um Besserwissen oder Nichtwissen, an Mabon um Weisheit.
Die Tag- und Nachtkräfte im Frühling und im Herbst sind in Balance.
Gleich viel schwarz wie weiss.
Entweder oder – sowohl als auch…

 

 

Keimen

Das Durchbrechen des Keimlings aus dem Samenkorn ist ein Akt höchster Kraft, der nicht ohne Gewalt vor sich geht. Er ist dem Schmerz und der Anstrengung einer Geburt vergleichbar, auch deren Schock im Übergang von der langen Zeit der Dunkelheit und Geborgenheit in die plötzliche Weite des Lichts. Hell und Dunkel sind zwar zum Frühlingsritual gleichwertig stark, doch nicht unbedingt in Harmonie miteinander. Der Frühling ist eine schwierige Zeit, in der erwachende Sonnenkräfte mit den immer noch starken Frost- und Winterwesen kämpfen.

Die Frühlingstagundnachtgleiche ist das Ritual, das aus der luftigen Gedankenkraft in bodenständige Arbeit überleitet. Ziriah Voigt

 

 

 

zu meinem Ritualverständnis