FährFrauen

FährFrauen begleiten am Lebensende und an der Schwelle zur Anderswelt.
Sie betten Tote zur Ruhe und gestalten mit Dableibenden den Abschied.
Sie sind da für die Vorausschauenden, die Toten und die Dableibenden.

 

FährFrauen.ch

Ich bin FährFrau.
Seit 10 Jahren leite ich am 1. November das Totengedenkritual der FährFrauen am Wohlensee bei Bern.
Nun bin ich auch im Netzwerk der FährFrauen tätig.

„Das Wunder habe ich erlebt, als ein Kindchen in meinem Bauch gewachsen ist. Ich, die ich nicht einmal weiss, wie man einen Fingernagel macht. In dieser Zeit ist eine gleichaltrige Freundin aus dem Leben gegangen. Auch mit ihr und der Trauer um sie erlebte ich eine aussergewöhnliche Zeit. Seither faszinieren mich die Tore ins und aus dem Erdenleben.

Und das, was diese Tore bei den Menschen bewirken, die da in der Nähe stehen. Die Nahestehenden begleite ich durch die Strudel dieser Zeit, wenn ihre Tränen den Fluss nähren, über den die Verstorbenen vorausgegangen sind. Auch dann, wenn kleine Kinder schon wieder gehen, bevor sie angekommen sind. Auch dann, wenn die Dagebliebenen ihre Tränen in die Hände fliessen lassen und in meiner Töpferei selber Hand anlegen wollen, um den Abschied sicht- und begreifbar zu machen.

Als Keramikerin modelliere ich Urnen für die Ewigkeit (gebrannt) oder die Vergänglichkeit (getrocknet) und Grabmale.  Als Ritualleiterin gestalte ich individuelle Abschiedsfeiern und bette die gewesenen Wesen in den Schoss der Mutter Erde zurück. Als FährFrau kann all das zusammenfliessen.“

 

Ausschnitte aus der Website der FährFrauen:

Kultur – in Anerkennung des Todes leben

Wir über uns – Was uns wert und wichtig ist